Durch das Albert-Schweitzer-Gymnasium wurde im vergangenen Jahr ein Feuchtbiotop angelegt. Dieser Teich und eine zwei Meter breite Randzone stehen, laut Nutzungsvertrag mit dem Schul- und Sportamt, auch weiterhin unter der Obhut der Schule. Der Teich soll sich mit der Zeit selbst besiedeln. Im Mai 2001 wurde von den Schülern des Gymnasiums eine Untersuchung des Bestandes mit Tieren und Pflanzen durchgeführt.
Beim Anblick des Teiches kommen aber einige Zweifel an der Dauerhaftigkeit und Entwicklungsfähigkeit auf. Die freiliegende Folie am Ufer ist Hitze, Frost und UV-Strahlung ausgesetzt. Wie lange wird sie halten? Läuft das Wasser in den Garten, ob dann noch Kräuteranbau möglich ist?
| Zustand im April 2000: |
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Auf dem Foto ist gut erkennbar, wie weit die Teichfolie auf das Ufer reicht. Nach Fertigstellung des Teiches wurde die Teichfolie mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und Gras eingesät. Das im feuchten Frühjahr gewachsene Gras ist aufgrund des geringen Wurzelbereichs bis zur Teichfolie in den ersten heißen Tagen dieses Jahres schon wieder verdorrt.
Die Skizze zeigt wie die Folie dezeit verlegt ist. Bei Regenwetter und Trockenheit ist das Ufer nicht betretbar, ohne die dünne Erdschicht zu zerstören, die dann beim nächsten Regenguß weggespült wird.
In der einschlägigen Literatur wird für die Ufergestaltung solcher naturnaher Teiche folgendes vorgeschlagen: Die Folie wird am Rand steilgestellt und ebenerdig, aber mindestens 15cm über der Wasseroberfläche abgeschnitten. Als Kapillarsperre wird ein 15cm tiefer Graben hinter der Folie mit Kies gefüllt und auch von innen wird der Rand mit Kies bedeckt. Grob geschätzt braucht man dafür bei einer 40m langen Uferlinie 0.5-1m³ Kies. Das Ufer kann sich dann vollständig selbst besiedeln. Für die bessere Beobachtung durch die Schüler wären sicher noch einige Trittsteine oder ähnliches sinnvoll.
Optimal wäre die Gestaltung, wie in der 2.Skizze gezeigt. Dazu müßte aber ein Teil der Erde unter der Folie wegegraben werden, um die Folie so in Kies und Erde einbetten zu können, wie gezeigt. Das würde aber auch einen großen Arbeitsaufwand bedeuten. Einfacher, wenn auch nicht ganz so perfekt, ist die in der 3.Skizze gezeigte Variante.
Alle anderen Methoden, z.B. eine trittfeste Beschichtung mit einer 30cm tiefen Kies- und Sandschicht oder eine Uferbepflanzung mit Hilfe von Böschungsmatten aus Jute sind wesentlich teurer, arbeitsaufwendiger und weniger naturnah. Leider können wir - selbst wenn wir es dürften - beim jetzigen Stand des Projektes "Hürther Kräutergarten" nicht viel für die Umsetzung tun, da auch unser Vorschlag ein Mindestmaß von Finanzierung und Arbeitsaufwand voraussetzt.
Der Teich liegt fast ganztags in der prallen Sonne. Die offenliegende schwarze Folie führt zu einer starken Erwärmung des Wassers und damit zu vermehrter Algenbildung. Der starke Bewuchs durch Spiralalgen behindert andere Wasserfauna und erstickt möglicherweise einen Teil der Tierwelt im Teich. Die Algen müssen immer wieder abgeschöpft werden, damit der Teich nicht ganz "umkippt".
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Text und Fotos©: Annett Ossenkopf HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf Letzte Änderung: 14.8.2000 |
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