Die Obstbaumlebensgemeinschaft ist ein Anbaukonzept nach den Prinzipien der Permakultur. Mit ihr werden die besonders artenreichen Verhältnisse eines Waldrandes im Garten nachgestaltet. Für uns steht nicht der große Ernteertrag im Vordergrund - wir wollen auf chemischen Pflanzenschutz verzichten. Also müssen wir für Bedingungen sorgen, die verhindern, daß eine Art überhand nimmt und so zum Schädling für unseren Ernteertrag wird, wie das bei Monokulturen immer der Fall ist. Die Natur macht es uns vor, dort wo es Vielfalt gibt, gibt es kaum Krankheiten. Die artenreichsten Zonen sind in der Natur immer die Randzonen, d.h. dort wo zwei unterschiedliche Lebensräume aufeinandertreffen. In dieser Übergangszone können nämlich Vertreter beider Lebensräume existieren.
Obstbaumlebensgemeinschaften kann man schon mit einem einzigen Obstbaum schaffen, indem man die Baumscheibe waldrandähnlich gestaltet. Die Auswahl der Pflanzen wird u.a. bestimmt durch die Anzahl der Arten, denen sie Nahrung und Unterschlupf bieten, der Vielseitigkeit der Verwendung durch den Menschen und ihrer Verträglichkeit mit anderen Pflanzen. Die Baumscheibe wird in drei Zonen unterteilt, die ganz unterschiedlich gestaltet werden. Bei mehreren Obstbäumen überlagern sich diese Zonen.
Wir sind dabei den nördlichen Abschluß des Küchengartens als Obstbaum-Lebensgemeinschaft zu gestalten:
Legende: + - Obstbäume; braun - Innerer Kreis (Mulch, bodendeckende Kräuter); hellgrün - Staudengürtel (ausdauernde, vielseitig verwendbare Kräuter, liefern u.a. Mulch für inneren Kreis); dunkelgrün - Ergänzungsring (Sträucherring: Kreise - Beerensträucher, Rechtecke - Wildobststräucher)
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Text und Fotos©: Annett Ossenkopf HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf Letzte Änderung: 11.11.2000 |
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