Der Duft- und Insektengarten

Unsere heimischen Insekten brauchen heimische Pflanzen als Nektar- und Pollenspender und als Futterpflanzen für ihre Nachkommen. Intensive Landwirtschaft und pflegeleichte Rasengärten mit wenigen, zumeist exotischen Pflanzen bieten kaum Nahrung und Unterschlupf. In unserem Garten sollen sie sich aber wohlfühlen, deshalb planen wir für diesen Teilgarten vor allem eine Erweiterung des bestehenden Teichbiotops durch andere Biotoparten, wovon auch die Artenvielfalt im Teich profitieren wird.

Plan des Duftgartens

Blumenwiese:

Im Frühjahr 2002 haben wir auf einer Fläche von ca. 15m² am östlichen Teichrand eine Blumenwiese angelegt, die ein weites Spektrum heimischer Wildblumen und -kräuter beherbergt.

Sumpfbeet:

Der von der Schule angelegte Teich verfügt nur über eine sehr kleine Flachwasserzone. Als Ergänzung planen wir am nördlichen Rand des Teiches ein Feucht- bzw. Sumpfbeet von ca. 50m², ebenfalls mit heimischen Pflanzen.

Trockenwiese/Steingarten:

Ein Teil des ganztägig sonnigen Hügels aus Erdaushub im Norden des Gartens bietet sich bei entsprechender Gestaltung als hervorragender Trockenstandort an. Da die Erde sehr nährstoffreich ist, brauchen wir dort eine 20-30cm dicke Schicht Kies oder Schotter als Abdeckung und Pflanzsubstrat. Eine Teichfolie unter der Kiesschicht soll das Regenwasser über einen kleinen Tümpel in das Sumpfbeet leiten.

Wildbienenhotel:

Unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in den letzten 30 Jahren die Artenanzahl der Wildbienen bei uns drastisch zurückgegangen. Nutzungsintensivierung, Flächenversiegelung und moderne Bauweise lassen Wildbienen, die einen nicht unerheblichen Teil der Bestäubungsarbeit leisten keine Zufluchtsmöglichkeit. Unser Beitrag zum Schutz der Wildbienen ist das Aufstellen einer Wildbienenwand, die durch Verwendung unterschiedlichster Materialien (Lehm, Holz, Ziegel, Schilf) Nistmöglichkeiten für viele Wildbienenarten bietet. Da wir mit unserem Garten gerade die jüngeren Besucher ansprechen wollen, soll diese Wildbienenwand die Form einer Fassade eines verkleinerten, alten, strohgedeckten Bauernhauses haben, durch dessen Tür die Kinder in das anschließende Gehölz gelangen und durch dessen Fenster man in den Garten schaut.

Entwurf des Wildbienenhotels

Duftkräutergarten:

Auf der verbleibenden Fläche von ca. 35m² wird unter Verwendung des anfallenden Aushubs ein kleiner Senkgarten für Duftkräuter gestaltet. Im Gegensatz zu der bisherigen Pflanzenwahl soll dieser Teilgarten, auch viele exotische Kräuter enthalten. Mittelpunkt wird ein kleiner Sitzplatz auf einem Duftrasen aus Thymian und Römischer Kamille.


Text und Fotos©: Annett Ossenkopf
HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf
Letzte Änderung: 19.12.2001
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Hürther Kräutergarten