Urtica dioicaFamilie: Uticaceae (Brennnesselgewächse) Andere NamenHanfnessel, Donnernessel |
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Die Große Brennnessel ist eine ausdauernde Pflanze, die überall auf nährstoffreichen, gut gedüngten Böden zu finden ist. Brennnesseln habe n einen aufrechten Wuchs mit gegenständigen, leicht herzförmigen, spitz zulaufenden Blättern. Die gesamte Pflanze ist mit glasartig verhärteten, spröden Haaren besetzt, die bei Berührung abbrechen, eine Flüssigkeit in die Haut spritzen und so das altbekannte "Brennen" auf der Haut auslösen. Die Blüten sind unscheinbar, grünlich und in Trauben herabhängend. Aus ihnen entwickeln sich kleine grüne Nüsschen, die sich später braun färben und ausfallen.
Obwohl viele Gärtner sie gar nicht gerne in ihrem Garten sehen, bringt unsere heimische Natur kaum eine nützlichere Pflanze für uns hervor. Brennnesselblätter enthalten doppelt soviel Eisen, fünfmal soviel Kalzium und sechsmal soviel Vitamin C wie Spinat. Nicht nur kulinarische Genüsse, wie Brennnesselspinat, grüne Nudeln mit feingehackten Brennnesselblättern, in Bierteig ausgebackene Brennnesselblätter oder Brennnesselsamenwein hält sie für uns bereit. Sie ist auch als hervorragende Heilpflanze bekannt - vor allem für die Blutreinigung, für Entschlackungskuren und damit gegen rheumatische Beschwerden.
Wegen ihrer Gehaltes an Bitterstoffen, Gerbstoffen und Senfölen ist die Brennnessel gut für eine Frühjahrskur geeignet. Sie wirkt stoffwechselanregend, entschlackend und blutreinigend, wenn man sie roh verspeist. Brennnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gundelrebe, Bärlauch, Hirtentäschel, Giersch und Vogelmiere ergeben einen schmackhaften und sehr nützlichen Salat.
Eigentlich kann man gar nicht genug Brennnesseln im Garten haben, denn auch als Dünger, Pflanzenschutzmittel und Komposthilfe ist sie unersetzbar. Und wer bunte Schmetterlinge im Garten möchte, braucht sie als Futterpflanze für die Raupen. Kaum vorstellbar aber wahr - im Mittelalter, also vor der Einführung der Baumwolle, wurden die Fasern aus den Stielen der großen Brennnessel zu einem hanf- oder flachsähnlichem Gewebe verarbeitet.
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Text und Fotos©: Annett Ossenkopf HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf Letzte Änderung: 19.3.2000 |
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