Das Gelände des Hürther Kräutergartens liegt auf der Brühler Lößplatte, einer ebenen bis flachwelligen Flußterassenlandschaft mit fruchtbaren Lößböden. Auf den mächtigen Lößauflagen haben sich tiefgründige Parabraunerden entwickelt, die wegen ihrer ausgeglichenen Wasser- und Nährstoffverhältnisse besonders gut für die landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind. Diese Lößböden sind leicht erodierbar.

| Im Bodenprofil ist deutlich erkennbar, daß nur die oberen 8cm von Wurzeln durchzogen sind. Nach 16cm trifft man auf eine hellbraune kompakte Lehmschicht, die mit schwarzen Einsprengungen durchsetzt ist, was auf zeitweilige stauende Nässe schließen läßt. Nach 25cm stößt man wieder auf eine dunkelbraune bis schwarze Schicht, die kleine Steine enthält. Selbst in den obersten 8cm liegt der Tonanteil bei fast 50%. Kalk konnte nicht nachgewiesen werden. |
Die Artenvielfalt im Küchengarten lässt Rückschlüsse auf die Bodenzusammensetzung zu. So deuten die dort am besten wachsenden "Unkräuter", z.B. Melde, Gartenwolfsmilch, Ackerwinde und Ackerschachtelhalm auf einen basen- und stickstoffsalzreichen, aber kalk- und humusarmen Lehmboden hin.
Beim Bau des Teiches wurde der Boden durch das Befahren mit schweren Maschinen stellenweise stark verdichtet. Auf der freien Fläche am Eingang kann das Regenwasser deshalb nur sehr langsam versickern. Der jetzt vorhandene Teich soll mehrere Vorgänger gehabt haben, die jedoch alle undicht geworden sind und mit der Zeit ausliefen.
Beim Bau der Kompostanlage mußten wir feststellen, daß der Untergrund großflächig aus einer 30cm starken Schicht verdichteten Bauschutts besteht, der wahrscheinlich beim Bau der Schule angefallen ist und einfach unterplaniert wurde. Unter dem Bauschutt folgt eine Schicht reinen Tons. Regenwasser kann hier nicht abfließen. Eventuell brauchen wir eine Drainageschicht für manche Teile des Gartens.
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Text und Fotos©: Annett Ossenkopf HTML-Gestaltung: Volker Ossenkopf Letzte Änderung: 14.8.2000 |
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